Nachdem ich so hochtrabend angekuendigt habe, über die hiesigen Gepflogenheiten berichten zu wollen, wird es höchste Zeit dies auch zu tun! Lasst mich mit dem Frühstück anfangen. Für einen ungeübten Spanienbesucher kann es sehr schnell eine sehr frustrierende Sache werden und zu verzweifelten Ausrufen wie: “Nicht schon wieder Bocadillos!” führen. Diese so genannten “Bocadillos” sind nichts anderes als (meist mit Jamon Serrano (Bergschinken)) belegte Baguettes. Wie kann man auch wissen, dass die kein Spanier zum Frühstück ißt (weil es einfach zu viel ist), wenn die auf jeder Frühstücks-Cafe Karte auftauchen und überall beworben werden. Erst nach einiger Zeit findet man heraus, dass es auch die “Tostadas” gibt: getoastete Baguettehälften, meistens mit Olivenöl (das hier überall drauf und drin und manchmal auch drunter ist) und Tomaten belegt. Diese sind sehr viel weniger mächtig und eher das normale spanische Frühstück, tauchen jedoch nur selten auf den Karten auf. Und dann gibt es noch die “Churros”. Im Gegensatz zu den Bocadillos ist das eine grossartige Erfindung. Halb herzhaft, halb süß frittierter Teig in Kringelform, der in dicke, heiße Schokolade getunkt wird. Na gut, das ist dann doch auch wieder nichts für jeden Tag, aber lecker ist es auf jeden Fall, wie Uta bezeugen kann
: